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Der Dschungel von Blanquillo
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Der peruanische Dschungel von Blanquillo
das Abenteuer und die Erlebnisse
im Urwald des Manu Nationalpark in Peru (copyright
by Uta Kubik-Ritter)
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Der peruanische Dschungel von Blanquillo
Abschluss unserer Reise sollte
die Woche im peruanischen Regenwald im Department
Madre de Dios werden. Dazu gehören mit 1,9 Mio. ha Fläche der Manu Nationalpark (allerdings ist nur
ür Besucher zugänglich) und das Blanquillo Ecological Reserve.
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Glückliche Landung auf der Graspiste im Regenwald... |
Wir haben uns für den Besuch in der Blanquillo Lodge entschieden, die in dem
14.000 ha großen Reservat des Manu Nationalpark liegt.
Unser Dschungelabenteuer mit einer kleinen Propellermaschine
begann. Zwei Piloten, ein Bordmechaniker, unser Guide Yure und wir zwei waren die einzigen Passagiere. Mehr Platz war
auch nicht, denn wir mussten ja unser Essen und Trinken, Autobatterien für die
Funkgeräte und ähnliche Zivilisationsdinge mit in den Regenwald nehmen.
45
Minuten flogen wir über dichte Baumkronen und wie Silberbänder sich
dahinschlängelnde Flussläufe hinweg. Dann sahen wir vor uns – der Blick durch
die Flugkanzel hindurch war frei – auf eine Schneise im Wald: unsere Graspiste!
Geräuschvoll fuhr das Fahrwerk aus. Wir setzten sanft auf. Das war geschafft!!!
Etwas abseits der Piste stand eine Holzplattform mit Dach, ein Windsack daneben
hing schlaff herunter. Dort im Flughafengebäude stand weiter nichts als ein
Holztisch, darauf ein recht altertümliches Funkgerät, angeschlossen an genauso
eine Autobatterie, wie wir sie im Flieger hatten.
Dort saß er dann: der
Flughafendirektor / Sicherheitschef / Fluglotse / o.ä. und funkte lautstark mit
dem Tower in Cusco. Unser Gepäck wurde von Flugzeug herunter zum Madre del Rios getragen. Mit einem
Motorboot ging es nun in 2,5 Stunden flussabwärts zur Blanquillo Lodge.
Es war Juli und Trockenzeit
im Regenwald. Das Flussufer erhob sich recht und links fast fünf Meter hoch. In wenigen Monaten wird man
davon nichts mehr sehen, dann wird der Madre del Rios wieder Hochwasser haben.
Nun erstreckten sich aber an den Ufern Sandbänke, auf denen die Vögel saßen.
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Ibisse und Reiher wateten im flachen Wasser und fingen kleine Fische, Eisvögel
stürzten sich von den Ästen hinunter in die Fluten und fischten ebenfalls.
Störche aus Nord- und Mittelamerika sind hierher zum Brüten gekommen.
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Aras im
Manu Nationalpark, Peru...
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Ganz
leise mussten wir sein, um nicht die großen aber scheuen schwarzen und weißen Kaimane
zu verscheuchen, die in der Sonne am Ufer dösten. Schildkröten huschten ins
Wasser, wenn sie sich gestört fühlten.
Ab und zu begegneten uns kleine Fischerboote und wir sahen
vereinzelte Hütten am Ufer. Nicht sehr viele Menschen leben hier am Fluss.
Vom Wasser aus erkennt man erst sehr spät die versteckt in
den Bäumen liegende Lodge. Mehrere große Holzplattformen stehen auf zwei Meter
hohen Stelzen. Die größte Plattform beherbergt die Schlafplätze.
Unterteilt
durch Bambuswände sind in den kleinen nach oben offenen Bereichen jeweils 2
Betten mit Moskitonetzen, Hockern und einem Regal untergebracht. Es gibt
natürlich keinen Strom. Das Licht in der Nacht bringen Kerzen und
Petroleumlampen.
Für den nötigen Komfort sorgen Duschen, Toiletten und Waschbecken
direkt auf der Plattform, sodass man nachts nicht hinter den Urwaldbaum muss.
Auch die Moskitonetze über dem Betten sind eine Wohltat. Ganz kleine schwarze
Fliegen – ähnlich den Obst- oder Gewitterfliegen bei uns – sind hier wahre
Quälgeister.
Nur gut, dass wir genügend Insektenschutzmittel im Gepäck hatten.
Irgendwie roch man hier immer nach Chemie, aber es gab nichts, was sonst half.
Man merkte nicht, wenn sich die kleinen Dinger auf einen setzten. Doch dann sah
man aus wie ein mit Windpocken übersäter Mensch. Rote Pusteln überall!
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Doch die atemberaubende Tierwelt und Pflanzenwelt ließ uns
einfach nicht mehr an die Moskitos denken. Es gibt so viel Interessantes zu
berichten. Ich möchte mich auf das Spektakulärste beschränken: die riesigen
Schwärme von Aras und Papageien, die jeden Morgen an die mineralhaltigen
Uferwände aus Lehm kommen. Warum die Vögel das tun, und täglich große Mengen
ätsel.
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Wir verlassen den Regenwald und die Blanquillo Lodge,
Peru... |
Eine Erklärung sehen die
Wissenschaftler in der Tatsache, dass die Vögel mit diesen Mineralien die
toxischen Substanzen neutralisieren, die sie mit den Früchten, Beeren, Blättern
und Blüten des Regenwaldes fressen.
Zuerst kommen die kleinen grünen Papageien mit ihren
leuchtend blauen Köpfen. In großen Scharen fallen sie lauthals in die Bäume am
Ufer ein. Sind erst einmal alle da, fliegen sie wie auf ein Zeichen herunter an
die Lehmwände.
Danach kommen die ein Leben lang zusammengehörigen großen
grün-und-roten Aras und die bunten Scarlett Aras. Zu zweit, oder mit ihrem
einjährigen Jungen schweben sie ein. Auch sie sammeln sich, um dann nach den
Papageien an den Mineralien zu lecken. Die Aras können 40 bis 60 Jahre alt
werden, leben in Einehe. Dank der Wildlife
Conservation Society konnte hier in Blanquillo diesen Vögeln eine
Überlebenschance gegeben werden. Für Vogelliebhaber ein Naturschauspiel.
Nur
gut, dass wir genügend Film- und Fotomaterial eingesteckt hatten. Nun wieder zu
Hause, haben wir die Qual der Wahl mit all diesen wunderschönen bunten
Schnappschüssen. Einige davon sind auch hier abgebildet. Und wer noch mehr
Vögel in ihren bunten Federkleider sehen möchte, sollte unsere Website:
www.kuris-world.com besuchen und sich bis Peru durchblättern: bis zur Seite des
Regenwaldes.
Ganz langsam sind wir – stets zum Sonnenaufgang - mit einem
Katamaran, auf dem als Sichtschutz Wände und Dach aus Schilf angebracht sind,
an den Aras vorbeigezogen. Und an den restlichen Stunden des Tages standen z.B.
Bootsausflüge auf dem Fluss auf unserem Dschungelprogramm. Wir „erforschten"
seine Nebenarme und die kleinen Seen um uns herum. Eine bunte Vogelwelt lebt am
Wasser und Brüllaffen turnen durch die Baumkronen. Wir haben diese Tage im Regenwald genossen. Doch auch so
paradiesische Zustände gehen einmal zu Ende. Das Motorboot brachte uns zurück
zum Boca Manu Air Strip, die kleine
Propellermaschine erwartete uns schon, um uns wieder in die Zivilisation zu
bringen.
Vier Wochen Peru waren sehr interessant. Wir haben viele
netten Menschen kennen gelernt. Nun wieder zu Hause und erinnern wir uns gern
an das Land der Inkas.
Kuri's
Reisen Peru - ein Reisebericht über eine Rundreise
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