Auch La Palma ist wie ihre westlichen Nachbarn der Kanaren vulkanischen Ursprungs und etwa 3 Mio. Jahre alt. Die Insel wird im Norden von der ca. 10 Kilometer Durchmesser umfassenden Caldera de Taburiente dominiert. An ihrem Rand befinden sich auch die höchsten Berge von La Palma, u.a. der Roque de los Muchachos mit über 2.400m Höhe.
Von der Caldera bildet das Grat der Cumbre den Bogen zum südlichen Teil der Insel. Hier in der Nähe von Funcaliente befindet sich mit dem San Antonio und dem Teneguía Vulkane, die in jünster Zeit aktiv waren und deshalb verstärkt unter Beobachtung der Wissenschaftler stehen. Stark gezeichnet ist der Süden von La Palma von den Ausbrüchen der letzten Jahrhunderte. Im Gegensatz zum dicht bewaldeten Norden von La Palma fährt man im Süden durch ein nur wenig bewachsenes Gebiet von bizarr schönen Lava-Feldern.
Trotzdem ist La Palma als Isla Bonita oder Isla Verde bekannt für ihre grüne Vegetation. Das verdankt die Kanaren-Insel ihrer Lage im Nordwesten der Kanaren, wo sie oft den Nordost-Passatwinden ausgesetzt ist, die beständig Wolken an die Berge der Ostküste heranbringen.
La Palma gilt als die grünste der Kanaren. Sie hat den Beinamen "La Isla Bonita" - die schöne Insel.
Anders als auf den östlichen Nachbarinseln gibt es auf La Palma nur vereinzelt Strände. Dies
ist wohl und zum Glück der Grund, weshalb der Bau- und Touristenboom in den 70ern und 80ern Halt vor La Palma
gemacht haben. So gibt es nur wenige größere Hotels, die sich meist auf Poerto Naos und Concajos beschränken.
Allerdings ist die Insel mit vielen endemischen Pflanzen, der grossen Kraterschucht
Caldera de Taburiente, den Kratern der Cumbre für Natur- und Wanderfreund ein El Dorado
und inzwischen auch kein Geheimtipp mehr. Auch die Zahl der deutschen Auswanderer ist inzwischen auf ca. 5% der Inselbevölkerung gestiegen. Es gibt viele Gratwanderungen, die dem Wander- und
Trekkingfreund tolle Aussichten auf die Inseln und Ihre Schwester-Inseln bescheren. Die Wanderwege auf La Palma sind gut ausgebaut und beschildet. Und der Blick beim Wandern über das Meer auf die Nachbarinseln wie Teneriffa ist wahrlich erhebend...
Caldera de Taburiente - riesiger Errosionskrater, ideales Ziel für Wanderungen, Die Caldera de
Taburiente im mittleren Norden ist die wohl größte Naturattraktion von La Palma. Es handelt sich um
einen mehrere Millionen Jahre alten Erosionskrater vulkanischer Natur. Er ist stark bewaldet mit
kanarischen Kiefern und ist mit seinen Gebirgsketten am Kraterrand ein Wanderparadies erster Güte
geworden. Die beste Region der Kanaren zum Wandern!
Santa Cruz - die quirrlige Hauptstadt von an der Ostküste von La Palma. Hier erlebt man einen
Hauch von "Grossstadt" auf La Palma. Sehenswert sind u.a. das naturhistorische Museum, das Rathaus
sowie die etwas ausserhalb liegende Schutzpatronkirche Santuario de la Virgen de las Nieves.
Im Nordosten von La Palma befindet sich das kleine Dorf San Andrés. Das Dorf liegt malerisch an einem Hang, besitzt viel alte Bausubstanz und bietet rund um die alte Pfarrkireche einige Cafés, wo man schöne Pausen vom Wandern auf La Palma machen kann...
Die Wanderwege im Nordwesten von La Palma sind idyllisch. Speziell im Gebiet zwischen Puntagorda, Las Tricias und Garafia gibt es einige wenig begangene Pfade in einer wenig touristischen Region der Isla Bonita La Palma.
Roque de los Muchachos - schöner Aussichtsberg, mit 2426 Meter Höhe der zweithöchste Berg der
Kanaren. Verschiedene Wanderungen beginnen und enden an diesem höchsten Punkt der Insel.
San Antonio und Teneguía - sehenswerte Vulkankrater im Süden der Insel. Der Teneguía
ist der Vulkan, der auf den Kanaren den jüngsten Ausbruch zu verzeichnen hatte. Von seiner schwachen
Aktivität 1971 bemerkt man heute noch heisse Dämpfe.
Tazacorte - schönes ruhiges und typisches Örtchen im Westen der Insel und liegt auf einem ca.
100 Meter hohen Plateau oberhalb der Westküste inmitten von Bananenplantagen.
Puerto de Tazacore - ehemals ein kleines Hafenstädtchen hat sich Puerto de Tazacorte
inzwischen zu einem echten Publikumsmagneten gemausert. Es gibt dort einen schönen schwarzen
Sandstrand und eine tolle Promenade mit vielen sehr guten Fischrestaurants. Ein echter Tipp!
Puerto Naos - Touristenhochburg im Westen der Insel, einer der beiden Orte an denen etwas
"los" ist. Hier gibt es die meisten Sonnenstunden der Westküste. Im Gegensatz zu den
Touristensiedlungen auf den grösseren Inseln findet sich hier eher der "sanfte" Tourismus mit nur
einem grossen Hotelkomplex.
Los Cancajos - Touristenhochburg im Osten der Insel, der andere Ort an dem etwas "los" ist.
Dort gibt es wunderschöne Buchten mit Kinderbecken (Natur) und garantieren entspanntes Schwimmen.
Hier ist das Baden am ungefährlichsten. Allerdings ist die Hauptstadt und der Flughafen nicht weit
entfernt.
Das Klima von La Palma zeichnet sich wie das der anderen westlichen Kanaren durch eine geringe Differenz der Sommer- und Wintertemperaturen sowie
der Tages und Nachttemperaturen aus. Im Norden und in der Höhenregion der Caldera ist es immer etwas kühler und wolkiger als in den flacheren westlichen und südlichen Regionen zwischen Los Llanos und Funcaliente.
Im Winter fällt die Temperatur - außer in Höhenlagen über 1.000 m - kaum unter 15°C - und im Hochsommer steigt das Thermometer kaum über
30°C. Lediglich der Regen unterscheidet sich wie auf den anderen Inseln. Prinzipiell regnet es in
nördöstlichen Inselgebieten und grösseren Höhenlagen häufiger als im Westen und vor allem im Süden der Insel La Palma.
Beste Reisezeit:
Wie auf den anderen westlichen Kanaren sind zum Baden und Entspannen auf La Palma die Sommer- und Herbstmonate am besten. Obwohl auch im
Winter ein mildes Klima herrscht und noch gebadtet werden kann. Für den Wander- und Kultururlaub ist
immer Saison, am schönsten ist eine Reise wohl im Frühjahr, wenn die Pflanzenwelt aufblüht.
Auf La Palma kann man die meisten Sport- oder Freizeitaktivitäten ausüben.
Flugsportarten
Von Segeln bis Ultraleichtfliegen, von Paragliding bis Drachenfliegen reicht das Angebot. Die Kanaren
sind durch die stetigen Winde ein ideales Ziel für den Flugsport. Vor allem auf La Palma herschen
gute Aufwinde für's Paragliding. Weitere Informationen finden Sie u.a. bei Canary Travel oder bei der
Gleitschirmschule Fly for Fun.
Radfahren, Moutainbiken
Die Insel La Palma eignet sich durch ihre Topologie in besonderer
Weise für das Rad- oder Mountainbike Fahren. Auf Teneriffa oder La Palma gehts durch Wälder und Gebirge mit über 2.000 Downhill
Höhenmetern. Die Möglichkeit Fahrräder zu mieten gibt es in den größeren Touristenregionen oder schon beim Reiseveranstalter. Interessant sind auf La Palma auch organisierte Touren, z.B. um die Ruta de Vulcano in eine Richtung zu fahren und dann wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht werden. Weitere Informationen finden Sie u.a.
Bikefun auf La Palma.
Segeln & Boote
Die Kanaren sind dank des immer vorhandenen Windes eine Segelregion für Wassersportler mit etwas
Erfahrung. Auf La Palma befinden sich Yachthafen in Santa Cruz de La Palma und in Tazacorte. Im Hafen von Tazacorte bietet u.a. die Yellow Fin Tagesausflüge zum Hochseefischen an. Ein Verzeichnis der
Charteranbieter auf den Kanaren finden Sie bei segel.de. Weitere aktuelle Ideen für Charter-Touren
finden Sie im Heft Yacht-Charter 2010.
Wandern und Trekking
Die Naturschätze von La Palma sind einige Strände und die üppig grüne Vegetation im Norden und rund um die Caldera de Taburiente. Aber auch die Ruta de Vulcono, die den Süden auf dem Grat durchquert bietet sich dafür an. Die meisten gut beschilderten Wanderwege befinden sich rund um die Caldera de Taburiente. Hier gibt es viele interessante Höhenwege mit phantastischen Aussichten, vor allem auf die markante Nachbarinsel Teneriffa. Immerhin steht dort höchste Berg Spaniens mit 3.718 m über Normalnull auf den Kanaren.
Weitere Informationen liefert begeisterten Wanderern der empfehlenswerte Wanderreiseführer Rother
Wanderführer La Palma.
Die Vorwahl zum Telefonieren nach La Palma ist die +34 oder 0034. Günstig telefonieren kann man mit dort erworbenen Prepaid-Karten von z.B. Vodafone oder Orange.
Für allgemeine Reisetipps für Reisen auf die Kanaren siehe Kanaren oder Spanien.
Auf La Palma gibt es wie in Spanien keine gesetzlichen Ladenschlusszeiten. Die meisten Geschäfte
haben am Nachmittag (zur Siesta zwischen 14.30 bis 17.00 Uhr) geschlossen. Dafür öffnen die Geschäfte
am Abend meist bis mindestens 20.00 Uhr.
Post, Banken und öffenliche Ämter haben in ländlichen Gebieten meist nur bis zur Siesta-Pause
geöffnet.
Spanien und die Kanaren haben die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit und wie
bei uns 220 Volt Wechselstrom mit 50 Hertz.
La
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